Trug die Dinge voran,
als die Straße sich zweigte
und die Sonne auch,
und zwei Sonnen über den Dingen schienen,
ich nicht mehr eins war,
Niemand ist sich selbst Beweis genug,
hier verliert Bedeutung und Gewissheit ihre Kraft,
wird leicht,
die Dinge scheinen und tragen uns voran
Hier stelle ich meine "Gedankenfotografien" ins Netz, auf daß ich beim späteren betrachten
vielleicht schlau aus ihnen werde.
Verfasst am 18.05.2012 17:13:29 Uhr That must be love! (Reim des Tages, Tagesreim, Sprachleim, klebt sich fest in deinen Gedanken, die am liebsten um geheime Reime ranken)
Sprech dich in deine Hand, puste drüber, lächle und schau den Worten hinterher...
Alles ist so schön, kein warum, wieso, und wer? Schweigen fällt nicht schwer!
Komm, nimm mich an die Hand...zeig mir wie das geht...zeig mir wie man schweigt und trotzdem redet, wenn alle Fragen ein zarter Hauch aus Harmonie verweht...
Komm zeig mir wie das geht, wenn man alles weiß, aber nichts versteht...(oder war´s umgekehrt?)
Verfasst am 10.05.2012 09:48:54 Uhr Wenn man sich selbst nicht retten kann, dann doch wenigstens die Welt
Ich sag ja zum nein, und beschwöre die Entscheidung, dass sie noch einmal in sich gehen möge um zu ergründen, wie denn wohl die Wette stünde, würde man nichts von Ja und Nein wissen, so wie die trocknenden Tränen in meinem Kissen
So wie die trocknenden Tränen in meinem Kissen.
Ich sage nein zum Ja, und verliere die Begeisterung für derlei Vergeistigung, wo doch längst bekannt ist, dass du längst entschieden bist, wenn dein Verstand die weiße Flagge hisst, die du immer noch zu deuten suchst.
Wenn dein Verstand die weiße Flagge hisst, die du immer noch zu deuten suchst.
Am Ende muss alles wieder Glaube sein, wenn Ja und Nein die Hochzeit feiern, denn ohne Glaube kommst du nicht rein, du hörst die Musikanten spielen, Herzlichkeiten und Gelächter, doch so wirst du nur vor ihren Toren stehen, als traurig grübelnder Sittenwächter.
Hoffentlich bringt dir wenistens jemand was zu trinken raus.
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Fazit: Wenn man sich selbst nicht retten kann, dann doch wenigstens die Welt.
Aus den Brunnen, von den Dächern, unter freien Schwingen, an fremden Himmeln
Get out of your cage!
in den Nestern, auf den Bäumen, in den Fenstern, in den Träumen
Get into your life!
Mit den inneren Geschwistern, auf dem treuen Rücken, unbedarft, aus freien Stücken ohne Unterlass, ohne jeden Weltenhass.
Stop the anger, kiss your enemy, recognize the mirror!
aus den falschen Träumen in den wahren Wünschen, aus der wirklichkeit der Nacht, in den neuen Tag gebracht,
ganz im Leben,
ganz verschwunden,
mit offenen armen,
überwunden,
auf allen Himmeln dieser Welt,
in aller Schmerzen Ende,
als neuer Anfang hingestellt.
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Bugfix V.2.1.2.: Stepped into the sun
Verfasst am 26.04.2012 15:43:43 Uhr Ich, die emanzipierte Verhaltensnutte. Der andere Mensch als Zumutung.
Das ist so ein Ding mit den sozialen Normen, insbesondere mit den Verhaltenserwartungen. Wenn man sie nicht kapiert wird man auffällig und bekommt Probleme mit der „Gesellschaft“ (wo immer man auch in die hineingerät) Hier bestätigt sich aber mal wieder die Behauptung, dass Extreme nahe bei einander lägen. Durchschaut man nämlich die Regeln und Erwartungen gerät man in eine Zwangslage. Entweder man „spielt das Spiel“ mit, oder man wird wiederum auffällig. Am einfachsten ist es, wenn man die Regeln einfach befolgt, die Erwartungen erfüllt weil man weiß wofür es Süßes und wofür Saures gibt, aber deren Hintergründe, Widersprüche, und Abgründe nicht weiter reflektiert.
Durchschaut man und spielt mit, das heißt, erfüllt man auch bei Widerwillen, anderen Vorstellungen, oder auch schlicht emotionalen „Trotzzuständen“ die Erwartungen, biegt eben rechts ab, obwohl man weiß, dass der eigene Weg geradeaus gewesen wäre macht man sich zur Verhaltensnutte. Alternative dazu ist das Verstecken. Das heißt man setzt sich möglichst wenigen Situationen aus die mit sozialem Druck verbunden sind. Schwierig und einsam.
Ich persönlich, also ich jetzt als Person und weder ich als Gegenstand gesellschaftlich sozialer Vergewaltigung noch ich als egozentrischer Neurotiker, also ich als irgendetwas zischen diesen Zuständen, wähle da verschiedenen Wege. Zum Teil gewährte und gewährte ich mir oftmals die „Hofnarrenrolle“, das funktioniert so, dass man öfter mal die „Wahrheit“ sagt, dabei aber Timing und Pointierung so setzt, dass es komisch klingt. Vermutlich liegt es aber schlicht an der Komik der „schlichten Wahrheit“, also lakonisch oder ironisch ausgesprochene Schlussfolgerungen oder Zusammenhänge welche die gemeine Erwartungsnorm durchbrechen weil sie im Grunde die Absurdität und Doppelbödigkeit unserer Pseudo-Rationalen Verhaltensweisen offen legen und erkennbar machen. Im Grunde ist es des Gelächter des „Erwischten“, weil es Gedanken und Gefühle sind die der so unterhaltene selbst hat, oder die zumindest unbewusst der Verbalisierung harrten. Die verpackung in vermeintlich ungefährliche und im allgemeinen sozialen Frieden stiftende (weil gemeinsames Lachen hervorrufende) Komik erlaubt den ungestraften Ausbruch: Das Lachen. Lachen und Wahrheit, bzw. Widerspruch sind also Bruder und Schwester, wenn auch unehelich.
Die aufrechte Methode wäre natürlich die „Märtyrer-Rolle“ anzunehmen, also die „Lüge“ überall dort zu entlarven wo man sie antrifft, sich so aber des sozialen Schutzes der (beleidigten) Gruppe, als auch des eigenen Anpassungsschildes gegen die eigenen Abgründe zu entledigen der da Ironie, Sarkasmus, Verdrängung, und Konsum heißt.
Dazu bin ich nicht bereit, dazu bin ich nicht ernsthaft und engagiert genug, dazu ist mir das Leben zu schön, dazu ist mir die eigentliche Wahrheit zu Groß und zu richtig, als dass ich mein Leben dem gesellschaftlich menschlichen Irrsinn opfern würde, Sprich: Gegen Windmühlen zu kämpfen. Dazu bin ich vielleicht einfach zu spirituell, im Grunde, aber nicht moralisch genug, im Prinzip. Was sich hier alles andere als Widerspricht. Gleichgültigkeit sieht allerdings anders aus. Gleichgültig sind Menschen die gegen Atomkraft protestieren wenn es plötzlich alle tun, und sich dann gut fühlen, und das war´s dann.
Und weil mir die Wahrheit, das große Ganze, zu groß und schön ist, als dass ich meinen emotionalen Flickenteppich ständig vom menschlichen Irrsinn zertrampelt sehen möchte, und mich so in eigene und fremde Abgründe schupsen lasse. Weil das so so ist, halte ich mich eher raus, konzentriere mich auf wenige, sehr wenige, sehr sehr wenige Menschen…(ob wohl das nicht ganz stimmt, denn ich bin ja auch noch Berufskümmerer, was vielleicht der eigentliche Gründe für meinen sozialen Rückzug ist…)
Tja, und die Wahrheit, im Sinne des Durchbrechens von Normen und Regeln welche derlei philophische wie kausale Konzepte (tatsächlich ist „Wahrheit“ vielleicht nur ein Konzept, eine Theorie) nur im Anhang verwalten, bzw. nach Bedarf formulieren, die werde ich wohl auch weiterhin ironsich verpacken, hier und da am Wegesrand liegen lassen, in der Wasserpistole verspritzen, mich damit reinwaschen wozu ich mich entblößen muss, und letztlich auch in der Pfeife rauchen, umd wieder in den Schlaf zu finden.
Und wenn mir wieder nichts originelles einfällt, dann werde ich lächeln, und schweigen, und gefällig sein.
Ich bin die emanzipierte Verhaltensnutte.
PS: Vielleicht mal eine Woche „ehrlich“ sein? Wenigstens teilweise, die Welt am Menschen teilhaben lassen. Wir wissen doch alle, dass es keine wirkliche menschliche Wahrheit gibt, die Abweichung vom gewohnten und Erwarteten ist immer ein Luftholen, bevor man sich wieder nach der Geborgenheit und Sicherheit der Gruppe sehnt.